Grüne Reihe: BürgerInnen beGRÜNEN Pankow
20. Mai 2008 Kantine in der Saarbrücker Straße - Königstadtbrauerei, eine Veranstaltung im Rahmen der Grünen Reihe von den BündnisGrünen in Pankow:
Themenaufwurf:
Wo Ämter aus Mangel an Geld oder Kapazitäten nicht mehr ihrem Auftrag nachkommen können, die Grünflächen zu pflegen und zu hegen, treten immer mehr AnwohnerInnen in Aktion. Baumscheiben werden verschönert, kleine Brachen zu Gärten umgestaltet, Plätze angelegt, Bäume verteidigt und vieles mehr. In Pankow sind AnwohnerInnen mit starkem Engagement bereit, viel Zeit und sogar auch privates Geld in öffentliches Grün zu investieren.
Es fanden sich viele Bürgerinis, ein BUND-Vertreter, S.T.E.R.N, ein Stadtrat, grüne Mitglieder des Abgeordnetenhauses und interessierte Grüne KV-Mitglieder und weitere Einzelpersonen ein. Die lebhafte Debatte drehte sich um die Themen: Wie organisiere ich eine Bürgerinitiative, wie läuft die Kommunikation, wie geht Zeitmanagement, welches Verhältnis besteht zu den Behörden und viel Handwerkliches zum großen Spektrum Stadtgrün. Die Veranstaltung griff auch schon weiter und thematisierte das Problem Verwertungsdruck, soziale Verdrängung und auch neue institutionelle Formen der BürgerInnenbeteiligung im Bereich Stadtentwicklung/stadtgrün. Ein ausführlicher Bericht folgt. Die nächste Veranstaltung ist für den Herbst angesagt.
Politisch „sauber“, Herr Köhne?
ein kommentierende Empfehlung von Fred Oberstecher, OnlineRedaktion
Um eine ganz andere Art von „Sauberkeit“ geht es rund um die Baumfällungen im Prenzlauer Berg. Herr Köhne, SPD, Bürgermeister und Amtschef für Umwelt und Natur im Bezirk, so liest es sich in der Berliner Zeitung vom 7. Mai 2008, hat ein neues Problem.
Trennt der erste Mann im Bezirk noch sauber zwischen dem was er sagt und wie er es politisch meint. Der mentale Vergleich zwischen politischen Gegnern des Moscheebaus in Heinersdorf und den Gegnern der Baumfällungen im Prenzlauer Berg ist unterirdisch und bleibt vorerst der letzte Akt im sehr eigenwilligen Kommunikationsverständnis des Matthias Köhne. Mehr »
Auf der 15. BVV-Tagung ging es in der Aktuellen Stunde um das Thema Baumfällungen im Prenzlauer Berg. Auf Antrag der BündnisGrünen Fraktion wurde dieses Thema in der BVV debattiert.
Ein KURZBERICHT von OR-FD
Bürgermeister lenkt noch nicht ein
Am 30. April 2008 um 17:32 begann die 15. Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow (BVV). Nach der Einwohnerfragestunde zum einem Kaisermarkt, einer Grundschulrekonstruktion, zu einer vor Fällung bedrohten Hängebuche in Niederschönhausen und zum Betriebsstart der Bibliothek in der Esmarchstraße begann die Aktuelle Stunde auf Antrag der Grünen zu den Baumfällungen in Prenzlauer Berg. Mehr »
Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am Mittwoch, 30.04.2008, ab 17:30 Uhr
Auf der 15. BVV-Tagung wird es in der Aktuellen Stunde um das Thema Baumfällungen im Prenzlauer Berg gehen. Auf Antrag der BündnisGrünen Fraktion wird dieses Thema nun auch öffentlichkeitswirksam in der BVV debattiert werden.
Kommt zahlreich, denn auch in einem Bezirksparlament gibt es Besucherplätze! Pünktliches Erscheinen ist erforderlich, da die Aktuelle Stunde gleich am Anfang der Sitzung stattfindet.
Veranstaltungs-Ort: Bezirksamtsgelände Fröbelstraße-Prenzlauer Berg, Haus 7
Tagesordnung der 15. BVV-Sitzung
(leider führt der Link nicht direkt zur Tagesordnung - klicken Sie sich bitte durch)
SPD-Bürgermeister Köhne muss Einhalt geboten werden - Prenzlauer Berg muss grün bleiben!
Volker Ratzmann und Andreas Otto, direkt gewählte Abgeordnete in Prenzlauer Berg, erklären:
Der SPD-Bürgermeister und Chef des Amtes für Umwelt und Natur, Köhne, holzt derzeit den Prenzlauer Berg ab. Gestützt auf höchst zweifelhafte Gutachten lässt er angeblich kranke Bäume niedermähen - gegen den erklärten Willen und den Protest der engagierten Anwohner. Ein von einer Anwohnerinitiative in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass nicht halb so viele Bäume gefällt werden müssen, wie das Amt angibt. Bürgermeister Köhne verweigert jegliche Diskussion mit den Anwohnern - das Wort "Kommunikation" scheint ihm fremd zu sein. Das ist arrogant. Die SPD missachtet den Bürgerwillen in Prenzlauer Berg. Das werden wir nicht hinnehmen. Prenzlauer Berg muss grün bleiben!
Zu den Baumfällungen in Prenzlauer Berg
Sägen statt pflegen - Bezirksbürgermeister Köhne lässt Bäume absägen. Unter Polizeischutz
von Stefan Strauss, Berliner Zeitung, 23. April 2008
PRENZLAUER BERG. Am Freitag will der Pankower Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) in der Pradelstraße eine Robinie pflanzen. Es ist der Tag des Baumes und Köhne will Gutes tun. - Köhne ein Baumfreund? In Prenzlauer Berg glauben das viele Bewohner nicht mehr. Denn seit Montag sind dort Arbeiter mit Motorsägen unterwegs. Im Auftrag Köhnes, der auch für den Bereich Umwelt und Natur zuständig ist. Sie sollen 60 Straßenbäume der Sorte Traubenkirsche fällen. Am Montag sägten sie Bäume in der Korsörer Straße ab, gestern Morgen in der Buchholzer Straße, heute sollen Bäume in der Ystader Straße fallen. Mehr
8. März 2008: Aufforstung in der Kopenhagener Straße
Auf Initiative des Bürgerverein Gleimviertel wurden am 8. März in der Kopenhagener Straße Mehlbeeren und Linden neu gepflanzt. Damit haben wir dem Kahlschlag des Bezirksbürgermeisters ein Zeichen entgegengesetzt. Kooperationspartner waren die Grüne Liga und der BUND. Mit dabei die Fraktionsvorsitzende in der BVV Stefanie Remlinger, der Bezirksverordnete Mathias Kraatz, der Kreisvorsitzende Andreas Otto und weitere Bündnisgrüne. Die zehn Bäume sind übrigens noch nicht bezahlt. Der Bürgerverein ist in Vorleistung gegangen und sucht dringend Spenden. www.gleimviertel.de
Wer selbst in der Kopenhagener wohnt, darf jede Woche zwei Eimer Wasser pro Baum spenden! Und ruhig mal mit den jungen Bäumchen sprechen
Der Aufruf
Zusammen mit dem Bürgerverein Gleimviertel wollen wir den Kahlschlag in der Kopenhagener Straße etwas aufforsten. Der Bürgerverein hat 10 Bäume bestellt (Winterlinden und Mehlbeeren), die am Wochenende, 8-9. März gepflanzt werden sollen. Dazu wird unsere/Deine Hilfe benötigt. Bitte unbedingt Werkzeug mitbringen (Spaten, Schippen, Spitzhacken).
Treffpunkt für die Aktion ist die Pappelallee 82, unsere Geschäftsstelle am Sonnabend, 8. März um 11 Uhr. Wer um 11 Uhr noch nicht kann, komme bitte später hinzu. Die zweite Schicht beginnt um 15 Uhr, Treffpunkt dann gleich in der Kopenhagener Straße.
Mehr Informationen unter Bürgerverein Gleimviertel
Die Aktion in Bildern
Gemeinsam und mit geballter Energie
Berge bewegen für mehr Grün im Bezirk
Festhalten am Weg
Schnitt für Schnitt


